Mandolinenclub Edelweiß

Wusstet ihr eigentlich,…

dass Wissersheim mal einen Mandolinenclub hatte? So ist es er hieß „Edelweiß“.

Auf dem Bild seht ihr von links nach rechts einige Mitglieder:
Josef Lichtschläger, Gottfried Zensen, Hubert Hambach, Jakob Lichtschläger, unb. Dame, Arnold Zensen, Heinrich Durst und Anton Wolf

Ein Wissersheimer im 1. Weltkrieg

Waffenstillstand von Compiègne

Morgen vor 100 Jahren wurde in der Stadt in Frankreich der Waffenstillstand zwischen dem Deutschen Reich und den Entente-Mächten (Frankreich und England) unterzeichnet.

Damit endete der Erste Weltkrieg. In damals unvorstellbarer Weise zogen Menschen verschiedener Nationalität gegeneinander in den Krieg. Heute ist dies in einem geeinten, dem Frieden dienenden Europa gewiss unvorstellbar. Demokratie und Frieden wird als selbstverständlich empfunden. In der kommenden Woche erinnert der Volkstrauertag an die schrecken der Weltkriege und besonders die Menschen, die hier und in allen anderen Konflikten ihr Leben ließen.

Auch Wissersheimer nahmen an dem Ersten Weltkrieg teil. Der Wissersheimer Stellmacher Wilhelm Vieth (geb. 1860), der selbst bei der Reichswehr diente, hatte mindestens 2 Söhne im Kriegsdienst. Hermann beim Jäger Regiment zu Pferde Nr. 8 und Stefan beim Landwehr Infanterie Regiment Nr. 14. Mit Bescheinigung vom 07.04.1916 erhielt der Vater Wilhelm die traurige Nachricht, dass sein Sohn am 27.03.1916 gefallen war und er daher eine Gnadenlöhnung in Höhe von 15,90 Mark erhielte.

Sein zweiter Sohn Stefan kehrte zurück und führte das Familienunternehmen fort. Aus der Stellmacherei wurde später die Schreinerei Vieth, die bis zum Tode dessen Enkels in Familieneigentum verblieb.

Nächste Woche Samstag findet ab 18 Uhr die Kranzniederlegung am Ehrenmal in Wissersheim statt.

Carsten Vieth

Wissersheim im Wandel der Zugehörigkeiten

Was wir bereits gelernt haben ist, dass Wissersheim erstmals in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Ludwig des Frommen an seinen Vasallen Rotbert im Jahre 836 erwähnt wurde.

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Wappen der Fürstenabtei Prüm

Zunächst fiel die Besitzung Wisserheim 893 an die Abtei Prüm. Circa 300 Jahre später 1222 wurde „wizersheym“ – damalige Schreibweise – in das Stift Bad Münstereifel übergeben. Dieses Stift wurde von der Abtei Prüm selbst gegründet.

Amt Nörvenich bis 1798
Zeichnung aus M.Mausbachs Publikation Norboniacum – 1975

Wissersheim gehörte noch 300 weitere Jahre zum Stift Bad Münstereifel und wurde zum Niedergang dessen in das Amt Nörvenich eingegliedert. Das Amt Nörvenich im Jahr 1502 ist keinesfalls mit der heutigen Gemeinde Nörvenich vergleichbar. Zur damaligen Zeit gehört das Amt zum Herzogtum Jülich und bildet eines dessen Verwaltungsbezirke, wenn man das so nennen mag. Verwaltung bedeutet, dass ein Amtmann – alter Ausdruck für Beamter – zur Bestellung der öffentlichen Aufgaben bestellt wurde. In diesen Bezirk fallen die Gerichte Derichsweiler, Golzheim, Hambach, Isweiler und Nörvenich wie auch die Herrlichkeit Disternich und Herrschaften Gürzenich, Gladbach und Merode. Das Amt Nörvenich ist somit das größte innerhalb des Herzogtums Jülich.

Das alte Amt Nörvenich bestand bis zur Einnahme des Herzogtums Jülich durch die französischen Truppen im Ersten Koalitionskrieg. Das Amt wurde aufgelöst und ging in die Mairie Nörvenich des neuen Kantons Düren auf. Auch Wissersheim gehörte dieser Mairie – zu deutsch Bürgermeisterei – an. Durch die Niederlage der Franzosen und dem Wiener Kongress wurde aus der Mairie Nörvenich, wieder das Amt Nörvenich. Das Kanton wurde zum Kreis.

Dem neuen Amt Nörvenich gehörten die beiden Kirchdörfer Nörvenich und Wissersheim, sowie die Dörfer Oberbolheim, Poll, Rath und der Hof Gut Gypenbusch an. Zwar standen die Dörfer unter der gleichen Amtsverwaltung, jedoch waren sie eigene Gemeinden mit eigenen Bürgermeistern. So blieb es schließlich bis Mitte der 1960er Jahre. Wissersheim hatte einen eigenen Gemeinderat – dem meist Parteilose Mitglieder angehörten – und einen Bürgermeister – von 1952 bis 1969 Johann Kindgen.

Mitglieder des letzten Wissersheimer Gemeinderates mit Vertretern der Stadt Erftstadt
Mitglieder des letzten Wissersheimer Gemeinderates mit Vertretern der Stadt Erftstadt
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Wappen der Stadt Erftstadt

Im Rahmen der Kommunalreformen Ende der 60er Jahre wurden viele veraltete Strukturen abgelöst. So kam es dass mit Wirkung vom 01.01.1969 die Gemeinden Binsfeld, Eggersheim, Eschweiler über Feld, Frauwüllesheim, Hochkirchen, Irresheim, Nörvenich, Oberbolheim, Poll und Rath zur Gemeinde Nörvenich zusammengeschlossen. Da Wissersheim nicht mit dabei war befanden sich vom 01.01.1969 bis zum 01.07.1969 nur noch 2 Gemeinden unter Verwaltung des Amtes Nörvenich. Ab dem 01.07.1969 kam Wissersheim zur neuen Stadt Erftstadt, welche dem Kreis Euskirchen angehörte. Zu Beginn der Angehörigkeit zur Erftstadt, war Wissersheim noch eine eigene Gemeinde, ging dann aber vollkommen in der Stadt auf.

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Wappen der Gemeinde Nörvenich

Wissersheim, wie auch Pingsheim und Dorweiler waren mit Herrig, Niederberg und Borr die kleinsten Stadtteile innerhalb der Erftstadt. Bei Planungen der Stadtentwicklungen wurde ein Hauptaugenmerk auf die Zentralorte Lechenich und Liblar gelegt. Die kleinen Orte wurden hierbei vernachlässigt.

Bei den Diskussionen um die Neugliederung des Kreises Euskirchen wurde die Erftstadt an den neuen Rhein-Erft-Kreis abgegeben. Wissersheim löste sich mit Pingsheim und Dorweiler aus der Erftstadt und gingen in der Gemeinde Nörvenich auf. Hier befanden sich die Orte nun in einer Gemeinde mit Orten der gleichen Größe. Johann Kindgen – bis 1969 letzter Bürgermeister Wissersheims – war noch bis 1981 Ortsvorsteher und Ratsherr.

 

„Fieren liever, dan sie fasten“

Darstellung Dreiszigjaehriger Krieg
Zeitgenössiche Darstellung des Dreißigjährigen Krieges – So wird es wohl auch bei uns in der Region ausgesehen haben

Juelicher LoeweViele Wissersheimer haben bestimmt schon mal von diesem Spruch gehört, können aber nichts damit anfangen. „Fieren liever, dan sie fasten“ ist ein 500 Jahre alter Spruch der noch heute eine recht gute Beschreibung der Wissersheimer Bevölkerung ist. In der Reformationszeit, so um das 16. Jahrhundert befindet sich Wissersheim unter Verwaltung des Herzogs von Jülich. In Regelmäßigkeit finden Visitationen statt, worüber sich noch heute Protokolle finden. In einem Bericht vom 10. Juni 1550 heißt es „Fieren lieber, dan sie fasten“

Diese Bemerkung über Wissersheim fällt in eine Zeit großer Entbehrungen in der Region. Kaiser Karl V., welcher als Karl II. König von Spanien war und Herzog Wilhelm von Jülich lagen im Streit. Im Jahr 1543 kam es zum Aufeinandertreffen. Die wehrhaften Bauern aus den Ämtern Düren, Nideggen und Nörvenich – hierzu gehörte auch Wissersheim – mussten sich in Düren sammeln. So kam es, dass sich hier ein Heer von 1.000 geharnischten Rittern und weiteren 18.000 Mann Fußvolk versammelten. Im entgegen stand der Kaiser, welcher in Nörvenich quartier bezog. Seine spanischen Legionäre, wurden in den umliegenden Orten untergebracht. Wohl auch in Wissersheim. Wenn die Wissersheimer zu dieser Zeit zum Feiern aufgelegt waren, wird dies wohl kaum an heutige Maßstäbe reichen. Möglicherweise verstanden es die Wissersheimer jedoch, besser mit schweren Umständen klar zu kommen.

Doch es blieb nicht bei diesem einen Konflikt. In der Umgebung tobte der Kölnische Krieg zwischen Kölner Erzbischof Gebhard Truchseß – hatte sich zum Protestantismus bekannt – und dem neuen Erzbischof Ernst von Bayern.

Die heutige Stadt Kerpen befand sich zu Anfang des 16. Jahrhunderts unter spanischer Herrschaft. Im Jahr 1578 wurde die Stadt von den Holländern erobert. Im folgenden Jahr belagerten die Spanier Kerpen und gewannen es am Dreikönigstag zurück. Wir können leicht erahnen, dass die Nähe zu Kerpen wohl ebenfalls seine Auswirkungen auf unseren Ort gehabt haben wird.

Später sorgte der Dreißigjährige Krieg dafür, dass die Nachbarorte Eggersheim, Dorweilerm Hochkirchen, Irresheim, Poll und Rath 7 Jahre weitestgehend menschenleer gewesen sein sollen. Gleiches ist von Wissersheim nicht verzeichnet.

Durch unsere Historie ziehen sich weitere blutige Spuren.

Wenn also über unsere Bevölkerung gesagt wurde „Fieren liever, dan sie fasten“ kann man dies wahrlich als Kompliment verstehen. Bedeutet es doch, dass die Wissersheimer es verstanden mit dieser schweren und entbehrlichen Zeit klar zu kommen und das beste hieraus zu machen.

Die „villa wistrikisheim“ wird an den Vasallen Rotbert verschenkt

Ludwig der FrommeVor etwa 1180 Jahren am 10. Januar 836 wurde eine Schenkungsurkunde durch den Notar Hirnemarus aus dem Dorf Hogonis anerkannt und unterschrieben.

Sie enthielt die Schenkung von 7 Gütern, unter anderem die so genannte „villa wistrikisheim“. Diese befand sich vorher im Besitz Kaiser Ludwig des Frommen. Die Schenkung ging an seinen Vasallen Rotbert.

Hier ein Auszug:
„Im Namen Gottes des Herrn und unseres Erlösers Jesus Christus. Ludwig, durch göttliche Gnade und Güte, Herrscher und Kaiser.

[…]Deshalb möge es der Scharfsinn aller erfahren, die der heiligen Kirche Gottes treu sind und unserer Leute, d.h. der Heutigen und der Zukünftigen, dass wir Rotbert, unserem Getreuen, denjenigen Besitz aus unserem Eigentum zu eigen übertragen, der in der Grafschaft Ripuarien liegt, […]“

Dies ist zudem das älteste Schriftstück welches auf unseren Ort hinweist. Man geht jedoch davon aus, dass unser Ort viel älter ist.

Die heilige Brigida und das Heiligenhäusschen

HeiligenhauusschenHL BrigidaHeute am 1. Febraur ist der Tag der Verehrung der hl. Brigida, sie ist nach St. Martin die zweite Pfarrpatronin Wissersheims und gilt als
Beschützerin des Viehs und des Bauernstandes. Daher hat sie besonders bei den Bauern immer einen hohen Stellenwert gehabt.

(vgl 1900: 52 – heute: 5 Bauernfamilien im Ort )
Die irische Äbtissin Brigida lebte von 453-523 n. Chr.

Erbaut wurde ihre Kapelle ( Ortsausgang Richtung Mellerhöfe Ende Gymnicherstrasse) 1682, dieses erkennt man in Form eines Schriftzugs im Innern der Kapelle auf dem eingemauerten Grundstein.
Die wertvolle Holzfigur befindet sich aus Sicherheitsgründen jedoch in der Kirche des Ortes.
Wie bereits erwähnt wurde sie besonders von den Bauern hochverehrt: Es gab zu damaligen Zeiten noch keine Versicherungen: 1713 breitete sich die Milzbrandseuche aus die schrecklich wütete.
Einzeln oder in Prozession zogen die Leute seit dem sogar bei Regen und Schnee auch aus den umliegenden Ortschaften zu Brigida, denn man hatte mehr Vertrauen zu ihr als zu Tierärzten.
Am Brigidafest fanden drei Messen statt, das Hochamt sogar „vierspannig“ d.h. mit vier Geistlichen. Die Kirche war überfüllt denn die Gläubigen wurde mit der Brigitta Reliquie einzelnen gesegnet. Sie brachten auch Brot mit das gesegnet, und an Mensch und Vieh weitergegeben wurde.
Im Dorf war das Brigidafest der Höhepunkt des Jahres. In allen Straßen standen Buden mit Krimskrams, Brezeln oder Pfefferkuchen. Aus Lechenich kam der Kappenmann, er stellte warme Filzkappen her die er mit viel Witz verkaufte. Er war eine große Atteaktion im Ort! Zog man seine Kappen ins Gesicht, so sah es aus als habe man einen Maulkorb an.

Die Pilger warfen Münzen durch die Stäbe des Häuschens. Eine überlieferte Geschichte sagt, dass sich ein auf einem nahen Bauernhof lebender Knecht -von Entzugserscheinungen geplagt- an Brigida wandte und mithilfe eines Stocks Münzen aus dem Inneren des Häuschens angelte. Es heißt auch, er habe am Lohntag die Münzen zurückgebracht….

Heute wird die Kapelle nur noch an einem Tag vor Pfingsten genutzt. Die Brotsegnung in der Kirche gibt es seit ungefähr 10 Jahren nicht mehr. Für die Instandhaltung der Kapelle ist bis heute Familie Bulich zuständig. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Die feindlichen Brüder von Wissersheim

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Was man sonst nur aus der Bibel (Kain und Abel) und einem Schlager von Roger Whittaker (Albany) kennt geschah auch einst in Wissersheim.
Es waren die Brüder Wigizo und Eginhard, welche um die Gunst einer gewissen ansehnlichen Adelgunde von Blatzheim warben. Eines Tages entschied sich die Umworbene für den jüngeren Bruder Eginhard.
Auf dem Rückweg zwischen Dö’eche (Dörngen) und der Wissersheimer Burg (Gorenburg, etwa auf der Gänsewiese des Hofs Laufenberg) entbrannte zwischen den Brüdern Streit, da der jüngere es nicht unterlassen hatte den älteren zu verspotten.
Rasend vor Eifersucht erstach Wigizo seinen jüngeren Bruder Eginhard. Man begrub ihn dort wo heute das Kreuz steht. Sein Bruder wurde im Dorf nicht mehr gesehen und entging so dem Galgen.

Viele Jahre später fand man den gealterten Wigizo ertrunken im Galgenmaar. Es hatte ihn an den Ort seiner Tat zurückgezogen. Fortan sollte es an diesem Ort spuken.

Wissersheim wurde also seit dem Brudermord im Bereich des Dörngen’s von Spuk heim gesucht. Der Ort wurde von den Dorfbewohnern gemieden.

Im Jahr 1685 tauchte im Ort ein Eremit auf (Eine Art Einsiedler oder Wanderprediger). Im wurde eine Hütte am Waldesrand gebaut, wo er sich von Wurzeln, Kräutern und Wasser ernähren wollte. Dieser Wanderprediger namens Gerhardus Deventer erfuhr von dem Spuk und nahm sich zum Ziel dem Spuk ein Ende zu bereiten. Unerschrocken pilgerte er von seinem Hause von Mitternacht bis zur ersten Stunde des Tages von der Heide zum Dörngen und betete für die Seele des Mörders Wigizo. Daraufhin fand dieser zur Ruhe und Wissersheim blieb fortan verschont vom stöhnen und klagen der geschundenen Seele.

Noch zu erwähnen ist, dass der oben genannte Wanderprediger eines Tages im Jahre 1692 aus dem Ort verschwand. Dieser hatte sich nämlich nicht nur von Kräutern, Wurzeln und Wasser ernährt sondern auch von anderen „geistigen“ Getränken (Alkohol). Dadurch hatte er des Öfteren Streitigkeiten, Zankereien und auch Wirtshausprügeleien angezettelt.

Das Wissersheimer Original Engelbert Weidt oder besser bekannt als der „ahle Fruehalfe“

Ortsansicht

Bis zum Tod seiner Eltern studierte Engelbert in Bonn Medizin.
Als er mit 20 Jahren zum Weisen wurde hängte er das Studium an den Nagel und übernahm das Regiment über den größten Hof in Wissersheim.
Engelbert ging als Mensch mit viel Witz und Humor in die Geschichte ein, der gern gute und schlechte Streiche pflegte-doch er war geizig.

Er gönnte sich keinerlei Verbesserung der Lebensumstände und starb in Schmutz und Lumpen. Allerdings hinterließ er ein riesiges Vermögen.

Seinen Geiz spürten auch die vielen Knechte und Mägde auf dem Fronhof. Schon bei den Gehaltsverhandlungen begehrten sie auf. Er tröstete sie damit, dass sie nun Teil der großen Bruderschaft seien, also derer, die ihn mit seinem Wissen bestehlen konnten.
Er duldete es und lud sie sogar dazu ein -Doch wenn er einmal jemanden dabei erwischte war er zu Unfug aufgelegt, was nicht jedem gefiel.
Bei seinen Späßchen war es ihm egal wer diesen ausgesetzt war. Sein regelmäßiges Ziel war der Graf von Gymnich. Dieser fuhr des öfteren im vierspännigen Galawagen von Gymnich nach Nörvenich um sich seine Güter anzuschauen. Um keinen Umweg machen zu müssen fuhr er über einen Privatweg des Fruehalfen.
Vor dem Fronhof stand ein Schlagbaum, neben dem ein junger Knecht postiert wurde.
Auf dem Hinweg ließ er den Grafen noch durch- Doch am Abend, wenn der Graf von seinen Visitationen zurückkam, war der Schlagbaum unten und da blieb er auch!
Nichts konnte nun Engelbert dazu bewegen den Schlagbaum wieder öffnen zu lassen, sodass
der Graf die Kutsche zwischen Fronhof und Schule wenden lassen musste.
Damit befand er sich in guter Gesellschaft des Klüttenkutschers.
Eines morgens verabschiedete sich der Fruehalfe von seiner Belegschaft zu einer Fahrt nach Köln, angeblich sollte es den ganzen Tag dauern bis er wiederkäme.
Die Belegschaft -froh über die Abwesenheit des Gutspächters-veranstaltete eine Freudenfeuer mit Trinkgelage -doch sie hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Weidt kehrte, wissend der Gepflogenheiten während seiner Abwesenheiten, früher zurück und veranstaltete den ein oder anderen Spaß auf Kosten seiner Belegschaft.