Ein Wissersheimer im 1. Weltkrieg

Waffenstillstand von Compiègne

Morgen vor 100 Jahren wurde in der Stadt in Frankreich der Waffenstillstand zwischen dem Deutschen Reich und den Entente-Mächten (Frankreich und England) unterzeichnet.

Damit endete der Erste Weltkrieg. In damals unvorstellbarer Weise zogen Menschen verschiedener Nationalität gegeneinander in den Krieg. Heute ist dies in einem geeinten, dem Frieden dienenden Europa gewiss unvorstellbar. Demokratie und Frieden wird als selbstverständlich empfunden. In der kommenden Woche erinnert der Volkstrauertag an die schrecken der Weltkriege und besonders die Menschen, die hier und in allen anderen Konflikten ihr Leben ließen.

Auch Wissersheimer nahmen an dem Ersten Weltkrieg teil. Der Wissersheimer Stellmacher Wilhelm Vieth (geb. 1860), der selbst bei der Reichswehr diente, hatte mindestens 2 Söhne im Kriegsdienst. Hermann beim Jäger Regiment zu Pferde Nr. 8 und Stefan beim Landwehr Infanterie Regiment Nr. 14. Mit Bescheinigung vom 07.04.1916 erhielt der Vater Wilhelm die traurige Nachricht, dass sein Sohn am 27.03.1916 gefallen war und er daher eine Gnadenlöhnung in Höhe von 15,90 Mark erhielte.

Sein zweiter Sohn Stefan kehrte zurück und führte das Familienunternehmen fort. Aus der Stellmacherei wurde später die Schreinerei Vieth, die bis zum Tode dessen Enkels in Familieneigentum verblieb.

Nächste Woche Samstag findet ab 18 Uhr die Kranzniederlegung am Ehrenmal in Wissersheim statt.

Carsten Vieth