Umgang mit jüdischen Mitbürgern

In Wissersheim sind vor und nach dem Nationalsozialismus keine jüdischen Mitbürger als Einwohner verzeichnet. Dennoch macht die Indoktrinierung vor Wissersheim nicht halt.

An der alten Schule in der Frongasse hängt in der Zeit zwischen 1933 und 1945 ein 60 x 60cm großes Holzschild mit der Aufschrift: „Juden sind in diesem Orte unerwünscht“

Wer das Holzschild aufgehängt hat, ob es Widerstand dagegen gab ist nicht dokumentiert.

Auf dem Bild ist dies im Hintergrund klein am Haus im Hintergrund zu erkennen. Dieses Gebäude ist die alte Schule. Links daneben ist das alte Spritzenhaus, Vorläufer des „alten Spritzenhauses“ in der Vinger Straße. Hinter der alten Schule steht die neue Schule, die heutige Kita Kunterbunt.

Vorne im Bild wird der Bau von Reichsnährstandssilos am Fronhof dokumentiert.

Wer sich für das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in der heutigen Gemeinde Nörvenich interessiert, dem sei das Buch „Moritz, Martha und die Anderen“ von Herbert Pelzer empfohlen.

Im Nörvenicher Burgpark steht ein Denkmal mit den Namen der 1933 in Nörvenich lebenden Juden. Unterschrieben ist es mit den Worten:

„verfolgt, entrechtet, interniert, deportiert, dem Grauen entkommen oder ermordet“

Bleibt gesund!
Herzliche Grüße

Carsten Vieth