Die Feuerwehr lädt am 19. und 20. September ins Feuerwehrgerätehaus ein
Zunächst findet am Samstag, dem 19. September ab 15 Uhr am Feuerwehrgerätehaus in der Frongasse der diesjährige Tag der offenen Türe der Wissersheimer Feuerwehr statt.
Die Löscheinheit bietet Kaffee und Kuchen sowie leckeres vom Grill und kühle Getränke.
Für die Kinder gibt es wieder eine Hüpfburg. Am Fest bietet die Löscheinheit auch einen Einblick in die teilsanierten Räumlichkeiten.
Dorftrödel 2026
Wie in den vergangenen Jahren findet auch in diesem Jahr wieder ein Dorftrödel statt. Am Sonntag, den 20. September findet ab 11 Uhr bis 17 Uhr der diesjährige Dorftrödel statt.
Die Anmeldezettel werden ab kommender Woche im Ort verteilt. Anmelden können Sie sich bereits jetzt per E-Mail, WhatsApp oder über den folgenden Anmeldezettel:
Herstellung eines neuen Kreisverkehrsplatzes auf der K54 zwischen den Ortschaften Rath/Wissersheim
Pressemitteilung
Ab dem 10. November 2025 führt die Firma Strabag im Auftrag des Kreis Düren Arbeiten zur Herstellung eines neuen Kreisverkehrsplatzes auf der K54 zwischen den Ortschaften Rath und Wissersheim aus.
Aufgrund dessen wird die K54 zwischen den Ortschaften Rath und Wissersheim abschnittsweise für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Hierbei werden die Bauarbeiten in zwei Bauabschnitten erfolgen:
1. Bauabschnitt: Sperrung der K54 in Richtung Pingsheim ab dem 10.11.2025
2. Bauabschnitt: Sperrung der K54 in Richtung L495
Während der beiden Bauphasen bleiben die Ortschaften Rath und Wissersheim jeweils von einer Seite erreichbar und der Verkehr wird durch eine Lichtsignalanlage halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt. Entsprechende Umleitungen sowie Regelungen für die Zufahrt zu den Ortschaften werden hierfür ausgeschildert und eingerichtet.
Der öffentliche Nahverkehr sowie der Schülersonderverkehr werden weiterhin gewährleistet. Jedoch wird der Linienverkehr der Buslinie 212 während der Bauzeit über eine Umleitungsstrecke und Ersatzhaltestelle geführt.
Linienführung in Fahrtrichtung Pingsheim:
Ab der Haltestelle Wissersheim (Oberstraße) verläuft die Strecke zunächst geradeaus über den asphaltierten Wirtschaftsweg. Anschließend wird rechts in die Straße „Am Erdbeerhof“ abgebogen. Von dort folgt der Linienweg der Straße bis zur Kreuzung L263. Ab dort erfolgt die Weiterfahrt im regulären Linienverlauf.
Linienführung in Fahrtrichtung Nörvenich:
Die Streckenführung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Ersatzhaltestelle in Wissersheim:
Während der Bauzeit wird in Wissersheim eine Ersatzhaltestelle auf der Seite der Kirche eingerichtet. Fahrgäste mit Fahrziel Nörvenich werden gebeten, die Ersatzhaltestelle zu nutzen. Für Fahrgäste in Richtung Pingsheim bleibt die reguläre Haltestelle weiterhin in Betrieb.
Alle weiteren Haltestellen der Buslinie 212 werden wie gewohnt pünktlich angefahren.
Vorgesehen ist, dass die Baumaßnahme bis zum 30.04.2026 abgeschlossen ist und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.
Sollten Sie während der Bauphase Fragen haben, wenden Sie sich bitte unter der E-Mail-Adresse amt65@kreis-dueren.de an das Amt für Tiefbauangelegenheiten, Verkehrslenkung und Wohnungsbauförderung des Kreis Düren.
Hinsichtlich Fragen zum öffentlichen Nahverkehr wenden Sie sich bitte unter der E-Mail-Adresse info@rurtalbus.de an die Rurtalbus GmbH.
Wir freuen uns auf ein schönes Wochenende mit Ihnen. Zunächst lädt die Wissersheimer Löscheinheit am Samstag ab 15 Uhr zum Tag der offenen Türe. Darauf folgend findet dann Sonntags ab 11 Uhr der Dorftrödel statt.
Es liegen bereits 53 Anmeldungen für den 7. Wissersheimer Dorftrödel statt. Es gehen weiterhin Anmeldungen ein.
Wer teilnehmen möchte und heute noch anmeldet, kommt auf den Übersichtsplan. Anmeldungen sind auch danach noch möglich.
Die gedruckten Übersichtspläne findet ihr beim Feuerwehrfest (20.09.2025) und am Tag des Trödels (21.09.2025) beim Feuerwehrgerätehaus (Frongasse 4, 52388 Nörvenich)
Auch in diesem Jahr lädt der Ort Wissersheim wieder zum Dorftrödel. Am Sonntag, den 21.09.2025 öffnen die Dorfbewohner ihre Pforten und verkaufen alten, seltenen und liebgewordenen Trödel.
Die Anmeldungen sind geöffnet. Der Plan und die Anzahl der Teilnehmenden wird am 15.09.2025 bekanntgegeben.
Wer sich noch anmelden möchte, kann dies mit dem nachfolgenden Formular tun:
Lieber feiern, als zu fasten – das liegt den Wissersheimern dokumentiert schon seit 500 Jahren im Blut.
Die aktuelle Episode der Wissersheimer Geschichte verbietet dies fast vollständig. In den kommenden Wochen und Monaten werden wieder viele Veranstaltungen ausfallen; Mainacht, Schützenfest, Dorftrödel und co.
Damals gab es viele Anlässe zu feiern und diese wurden auch vielfältig, mehrfach und ausgelassen begangen. Das Jugendheim neben der Kirche war damals regelmäßiger Veranstaltungsort für die Feiern der Senioren wie die Bilder zeigen.
Auf welche Feste freut ihr Euch nach der Corona-Pandemie, oder ist es einfach nur die große Runde im eigenen Garte, der eigenen Straße die euch fehlt?
In Wissersheim lebten 1933 laut dem Realschematismus der
Diözese Aachen 602 Katholiken und 5 evangelische Christen. Keine Bürger
jüdischen Glaubens.
In den 30er Jahren wurde jedoch irgendwann ein Holzschild an
der alten Schule in der heutigen Frongasse angebracht. Es trug die Aufschrift
„Juden sind an diesem Orte unerwünscht“ es war etwas 60cm x 60cm
groß. Wer es aufgehängt hat ist unbekannt. Es hing auch noch dort, als die
US-Amerikaner den Ort einnahmen. Auf dem Foto ist es im Hintergrund zu sehen.
Von der Reichspogromnacht wird weder von Schulchronik noch
von Pfarrer Ingenlath Notiz genommen. In einer später gefertigten Randnotiz
wird dieses Datum ergänzt.
Zu den Konzentrationslagern vermerkt Hermann Schnitzler,
dass fast die ganze Gemeinde (gemeint ist Wissersheim) erst nach dem Krieg von
diesen erfuhr. Von Erzählungen meines Großvaters aus Erftstadt-Borr weiß ich,
dass man in der damaligen Zeit sehr wohl Notiz davon nahm, dass Menschen
verschwanden und man auch wusste weshalb.
In anderen Orten der Gemeinde gab es Deportationen, die in
Herbert Pelzers Buch „Moritz, Martha und die Anderen“ erläutert sind.
Er geht hier dezidiert auf die Vorgänge in der heutigen Gemeinde Nörvenich ein.
Das Bild zeigt Peter und Isabella Ehser am 17.02.1940 mit
Leutnant Dörps und dem Feldwebel Schulze der 13. Kompanie „Hirschberger
Jäger“
Zu Beginn des Jahres 1933 wird in Wissersheim kaum Notiz von
den Ereignissen in Berlin genommen. Begeisterungsströme sind nicht verzeichnet.
Pfarrer Ingenlath bringt folgendes zu den Ereignissen in 1932/33 zu Papier:
Das Jahr 1932 wuchs sich aus zu einem Jahr der
Reichstagsauflösungen und -neuwahlen. Am 29.5 wurde nach fast 2-jähriger
erfolgreicher Tätigkeit das Kabinett Brüning (Zentrumspartei) jäh gestürzt und
Herr von Papen mit der Neubildung der Regierung beauftragt. Am 31. Juli war
wieder Reichstagswahl, die aber die von der nationalen Rechten gewünschte
Neuorientierung nicht brachte. Das „romantische“ Vorgehen des
ehemaligen Ulanen-Offiziers Herrn von Papen setzte seiner eigenen Tätigkeit
bald ein Ende und Herr General von Schleicher vom sogenannten „Herrenklub“
bildete die neue Regierung, die (sich bis) am 6. November wieder
Reichstagswahlen ausschrieb, aber auch dieses System wurde durch Machenschaften
der Rechten (Hugenberg) unterminiert und gestürzt am 27.01.1933. Jetzt wurde
von Herrn Reichs-Präsidenten von Hindenburg zum Reichs-Kanzler ernannt Adolf
Hitler, der die neue Regierung bildete und für den 3. März Neuwahlen
ausschrieb.
Bei den Wahlen 1932 und am 05.03.1933 erhielt die NSDAP in
Wissersheim folgende Ergebnisse:
31.07.1932 – 4 Stimmen (1,74 %) stärkste Partei: Zentrum
06.11.1932 – 3 Stimmen (1,22 %) stärkste Partei: Zentrum
05.03.1933 – 49 Stimmen (22,58 %) stärkste Partei: Zentrum
Hermann Schnitzler notiert, dass es bis auf ein paar
SA-Mitläufer keine Nationalsozialisten im Ort gegeben haben soll. An
katholischen Feiertagen durfte nicht mehr mit religiösen Fahnen geflaggt
werden, dies war nur noch mit Hakenkreuzfahnen zulässig. Wie auf dem Bild
zusehen Pfingsten 1936.
Im Dorf gab es wohl Mitglieder der NSDAP, eine entsprechende
Liste gefertigt von Heinz-Adolf Ehser liegt vor. Ob die darauf stehenden
eintreten mussten, oder freiwillig Mitglied waren ist nicht hinterlegt
Andere erwähnenswerte Ereignisse im Jahr 1933 sind die
Schließung der Schule Ende Januar wegen einer grassierenden Grippe und die
Stiftung der Turmuhr am 23.04.1933 durch Herrn Eduard Zillikens, Pächter des
Fronhofs.
Wer diese Seite schon längere Zeit verfolgt, dem wird
vielleicht aufgefallen sein, dass es nur sehr wenige Beiträge zu Wissersheim im
Nationalsozialismus gegeben hat. Meist nur Beiträge die Personen beleuchten die
gute Einzelhandlungen vollzogen haben.
Die Zeit des Nationalsozialismus in Wissersheim ist gut
erfasst. Chronik der Volksschule und des Pfarrers Ingenlath, Aufzeichnungen von
Hermann Schnitzler, Nachforschungen von Heinz-Adolf Ehser und eine
Zusammenstellung des Heimat- und Geschichtsverein von Jürgen Dominikus bieten
ein umfassendes Bild dieser Zeit.
Was hat uns bislang davon abgehalten, Geschichten über diese
Zeit zu veröffentlichen? Es sind Rückschaufehler, die wir gerne begehen, wenn
wir über Ereignisse dieser Zeit lesen. Wir gehen fest davon aus, dass wir nicht
so gehandelt hätten, hätten wir in dieser Zeit gelebt. Durch diese
Rückschaufehler kommt es dazu, dass Menschen dieser Zeit verurteilt werden.
Menschen aus Familien, die heute noch hier leben.
Wir können allerdings nicht wissen, wie wir damals gehandelt
hätten. Wir kennen die Stimmung nicht; wir kennen die Nachrichten- bzw.
Propagandalage nicht; wir haben ein anderes Wertemodell. Wer sich heute in
sozialen Medien betätigt, der weiß wie einfach Fehlinformation ist. Wir alle
haben durch unsere Likes und Freundschaftsanfragen einen gewissen
Informationshorizont geschaffen aus dem wir uns informieren. Nachrichten, die
dem nicht entsprechen, nehmen wir nicht mehr wahr.
Stellen sie sich mal vor, dass Ihnen von „oben“
ein Informationshorizont gegeben wird, weil es keine andere Presse mehr gibt
als den Völkischen Beobachter, wo Ihnen ein Radio ins Wohnzimmer gestellt wird,
in dem jeder die Propaganda direkt aufs Tablett serviert bekommt. Wo es nur
möglich ist, über den Tellerrand zu blicken, wenn man ausländische Nachrichten
hört.
Die vorzustellen ist schier unmöglich. In den kommenden
Beiträgen werde ich versuchen, auch die Zeit des Nationalsozialismus zu
beleuchten. An dieser Stelle allerdings die eingehende bitte, genannte Personen
nicht zu verurteilen. Ihr handeln mag zwar nach heutigen Maßstäben zweifelhaft
sein, zur damaligen Zeit waren Sie allerdings normal und von der damaligen
Gesellschaft akzeptiert. Es ist diese Akzeptanz der Gesellschaft, die das ganze
Kapitel erst möglich machte.
Schaut man sich die Ereignisse am Bundestag oder in dieser
Nacht am Kapitol in Washington D.C. an, so ist es leider nicht mehr weit hin.
Das Bild zeigt den Heldengedenktag (Volkstrauertag) im Jahr
1940.